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Die Top 5 der Südtiroler Gerichte

Kulinarisch ist Südtirol wie seine Landschaft: abwechslungsreich und einfach unschlagbar! Wir haben für Sie die Rezepte von den klassischen Südtiroler Gerichte zusammengestellt. Viel Spaß beim Nachkochen.

Es gibt viele Gründe, den Urlaub bei uns in Südtirol zu verbringen. Die herzliche Gastfreundschaft, die reiche Kultur, die wunderschöne Naturlandschaft, die von unserem Wanderhotel am Ritten aus auf unzähligen gut befestigten Wegen erkundet werden kann. Ein nicht zu unterschätzender Grund für einen Besuch in unserem schönen Land ist aber zweifelsohne die Kulinarik. Der Südtiroler ist ein Genussmensch, der sich ein reichhaltiges Mahl und den einen oder anderen Tropfen guten Weins dazu nicht nehmen lässt. Geboren aus zum einen der Armeleuteküche früherer Zeiten und Einflüssen aus Nordtirol und Bayern, hat die Südtiroler Küche seit dem Anschluss an Italien nach dem Ersten Weltkrieg auch viel von der italienischen gelernt und verwebt die traditionellen Gerichte nahtlos mit mediterranen Einflüssen.

Aus einer Auswahl von mehreren Hundert Gerichten und ihren Variationen Favoriten zu wählen wäre eine Qual für jeden Genießer. Deshalb sind die hier vorgestellten Top 5 nicht als Rangliste zu verstehen; vielmehr stellen die Gerichte die bekanntesten der jeweiligen Speiseart (Suppe, Hauptgang, Dessert usw.) dar, die wir Ihnen mitgeben möchten, um auch zuhause ein wenig Südtiroler Genusskulinarik auf den Teller zu bringen. Sind Sie auf den Geschmack gekommen, können Sie sich gerne in unserem Hotel in Oberbozen quer durch viele weitere Südtiroler Köstlichkeiten kosten!

Nr. 1 – Suppen: Die Terlaner Weinsuppe

Ein Klassiker, der, der Name sagt es bereits, vom Weinort Terlan aus Südtirol und den gesamten deutschen Sprachraum erobert hat. Schrecken Sie nicht vor der beträchtlichen Menge an Weißwein zurück; der Alkohol verkocht restlos. Was bleibt, ist der interessante Geschmack.

Zutaten (4 Personen)

1 l Fleischbrühe

1/2 l Terlaner Weißwein

8 Eigelb

1/2 l Rahm

1 Msp. Zimt

Salz nach Geschmack, aber min. 1 TL

1 EL Heumilchbutter

1 alte Semmel (alternativ fertiges Knödelbrot)

Zimt für die Croutons

 

Zubereitung

Fleischbrühe, Weißwein, Eigelbe, Rahm, Zimt und Salz in einem großen Topf bei kleiner Hitze cremig schlagen und unter konstantem Rühren etwa 8–10 Minuten leise köcheln lassen und heiß servieren. Für die separat gereichte Suppeneinlage die gewürfelte Semmel oder das Knödelbrot in der Butter anrösten und mit reichlich Zimt bestäuben.

 

 

Nr. 2 – Vorspeisen/warme Beilagen: Speckknödel

Nichts ist so urtypisch südtirolerisch wie der Knödel. Von den etwa 8 oder 9 gängigen Varianten ist der Speckknödel mit Abstand der bekannteste und meistgeliebte. Hier wird er als Vorspeise bzw. Beilage präsentiert; natürlich kann er auch alleine auf dem Teller sehr gut glänzen!

Zutaten (12 Knödel)

500 g altes Weißbrot (Knödelbrot)

200 g Südtiroler Bauchspeck

2 EL Butter

Etwas Petersilie

Salz, Pfeffer

3 Eier

ein Schluck Milch

3-4 EL Mehl

 

Zubereitung

Das Brot und den Speck fein würfeln und in einer unbeschichteten Pfanne mit Butter rösten (Speck zuerst hineingeben). Topf vom Herd nehmen und nacheinander Petersilie, Salz und Pfeffer hinzufügen. Eier und Milch tüchtig verquirlen und langsam über das Brot gießen, bis es gut durchfeuchtet ist. Zum Schluss das Mehl hinzufügen und alles gut vermischen. Die Konsistenz sollte feucht, aber nicht nass sein, sollten die Knödel später beim Formen nicht halten noch eine Prise Mehl mehr hinzufügen. Alles 15–20min. ruhen und durchziehen lassen. Mit nassen Händen 12 gleich große Knödel formen und 15 Minuten in Salzwasser langsam köcheln lassen.

 

 

Nr. 3 – Hauptspeisen: Bauerngröstl

Vielerorts auch als Herrengröstl bekannt, ist dieses Gericht von keiner guten Gasthofs-Speisekarte wegzudenken. Was wie ein einfacher Eintopf klingt, ist vielmehr ein Meilenstein der Südtiroler Kochkultur, für die jede Hausfrau ihre eigenen Tipps und Tricks hat, was das verwendete Fleisch und die Menge und Zusammenstellung an Gewürz betrifft. Hier präsentieren wir das klassische Rezept, so wie wir es mögen.

Zutaten (4 Personen)

600 g Rindsschulter (bereits gekocht)

1 Lorbeerblatt

etwas Petersilie

400 g Kartoffeln

1 TL Majoran

1 1/2 Zwiebeln (in feinen Streifen)

Pfeffer, Salz

3 EL Öl

60 g Butter

300 ml Fleischsuppe

 

Zubereitung

Die Kartoffeln in Salzwasser kochen, noch heiß schälen, auskühlen lassen, dann in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Zwiebeln in Öl scharf anbraten, Rindfleisch in Streifen schneiden und dazugeben, salzen und pfeffern. Majoran, Lorbeerblatt und die Kartoffeln hinzugeben und alles gut vermischen und anrösten. Zum Schluss die Butter dazugeben, mit Fleischsuppe angießen und noch etwa 5min. köcheln lassen. Tipp: Mit Krautsalat servieren.

 

 

 

Nr. 4 – Dessert: Scheiterhaufen

Keine Angst, mit den Hexenverbrennungen vergangener Jahrhunderte hat dieses köstliche Apfeldessert nichts zu tun. Im vielfältigen Arsenal der Südtiroler Küche befindet es sich aber mindestens schon genauso lange.

Zutaten (4 Personen)

300 g Weißbrot vom Vortag (oder trockener Hefezopf)

2 Eier

500 ml Milch

750 g süße Äpfel

50 g Zucker

50 g Sultaninen

2 TL Zimt

Butter für die Form

 

Zubereitung

Das Brot und die Äpfel in dünne Scheiben schneiden. Die Auflaufform einfetten und eine Lage Brot hineingeben, darauf eine Schicht Äpfel. Die Äpfel mit etwas Zucker, Zimt und Sultaninen bestreuen. Wieder eine Schicht Brot, dann Äpfel, Zucker, usw.; abgeschlossen wird mit einer Schicht Äpfel nur mit Zimt. Milch mit den Eiern tüchtig verrühren und darüber gießen, 20min. ziehen lassen. Im vorgeheizten Backofen 20–30 Minuten bei 180–200°C backen. Tipp: Unbedingt Vanillesoße dazu reichen.

 

 

Nr. 5 – Kuchen und Backwaren: Apfelstrudel

Gut, um einen Apfelstrudel als Kuchen zu bezeichnen muss man sich schon ein wenig anstrengen. Trotzdem gibt es wenig Besseres, um an einem gemütlichen Nachmittag eine Tasse Kaffee und etwas Süßes zu genießen. Der Apfelstrudel ist zu Recht eines der bekanntesten Gerichte der Südtiroler Küche und keine Rezeptsammlung wäre ohne ihn vollkommen!

Übrigens: Die Debatte Mürbteig/Ziehteig/Blätterteig gibt es wahrscheinlich, seit des den Strudel gibt. Unser Rezept verwendet den klassischen Mürbteig, dies soll aber die Bedeutung der anderen beiden nicht schmälern!

 

Zutaten (2 Strudel)

Mürbteig:

500g Mehl

1 Pkg. Backpulver

4 Freilandeier

180g Margarine

1 Pkg. Vanillezucker

200g Zucker

Milch zum Bestreichen

Staubzucker

 

Füllung:

10-12 Äpfel

5 EL Biskuit- oder Semmelbrösel

50g Zucker

Zimt nach Geschmack

20g Vanillezucker

3 EL Sultaninen

2 EL Pinienkerne

evtl. 2cl Rum oder alternativ Rum-Aroma

 

Zubereitung

Für den Teig gesiebtes Mehl, Backpulver, Eier, Margarine, Zucker und Vanillezucker zu einem glatten Teig kneten und zugedeckt ca. 1/2 Stunde rasten lassen. Inzwischen für die Füllung Äpfel waschen, schälen, in kleine Würfel schneiden und mit den restlichen Zutaten vermischen. Ebenfalls etwa 20 Minuten ziehen lassen.

Nun den Teig in 2 Stücke teilen, dünn ausrollen und die Füllung in die Mitte geben. Teig über die Füllung falten und an der Naht gut feststecken. Zum Schluss mit der kalten Milch bestreichen. Bei 180 °C etwa 45 Minuten backen. Noch warm mit Staubzucker bestreuen und servieren.

Das Wanderhotel Regina wünscht Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Nachkochen und einen guten Appetit!

 

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